Dow Jones TradeNews Energy

Teaserbild 'Dow Jones TradeNews Energy'

„Dow Jones TradeNews Energy“ ist eine börsentäglich erscheinende Publikation für den Strom- und Erdgasmarkt. 
Exklusive Nachrichten über Handelsaktivitäten, Geschäfte und Entwicklungen, exklusiv ermittelte Preise sowie Einschätzungen zu aktuellen und zukünftigen Marktentwicklungen sind Teil der Berichterstattung.

Die Inhalte im Überblick: 

  • Marktbericht, Nachrichten über marktbewegende Ereignisse 
  • Börsenpreise und Preisindizes (EEX, EPEX-Spot, APEX-Endex, ICE), deutsche Marktpreise
  • detaillierte und häufig exklusive Informationen zu den Aktivitäten der Regulierungsbehörde und der Entwicklung der energiepolitischen Rahmenbedingungen
  • Berichte über die Weiterentwicklung des Energiemarktes
  • zahlreiche Graphiken und Tabellen 
  • Informationen und Vorhersagen zu Erneuerbaren Energien: Windleistung und -strom, Temperaturen, Solarstrom
  • aktuelle Erdöl-/Rohölpreise (ICE) und Erdgaspreise (ICE, OTC)
  • exklusiv recherchierte OTC Strom-, Gas- und CO2-Preise (Brokerpreise und erhobene Daten)

Die Redaktion hat dabei direkten Zugriff auf Marktteilnehmer und stellt so dem Fachmann konzentriert und kompetent kommentiert alle wesentlichen Informationen für erfolgreiche Geschäfte zur Verfügung.

Verfügbare Sprache:
deutsch

Barclays: Tiefe CO2-Preise kurbeln Kohleverbrennung an

Die Kohleverbrennung in Europa ist in den ersten vier Monaten des Jahres aufgrund der tiefen CO2-Preise gestiegen. Zwischen Januar und April wurden in Europa rund 7,8 Prozent oder 7,77 Millionen Tonnen mehr Steinkohle verbraucht und 2,6 Prozent (3,9 Millionen Tonnen) mehr Braunkohle, schreiben Barclays-Analysten in einem aktuellen Bericht.

"Die tiefen CO2-Preise haben zu einer niedrigeren Wettbewerbsfähigkeit von Gaskraftwerken gegenüber Kohle geführt, allerdings gibt es Unterschiede von Land zu Land", schreiben sie. In den Ländern, in denen Gas zu einem großen Teil an Hubs gehandelt wird und wo genug Kohle- und Gaskraftwerke am Netz sind, um in einem echten Wettbewerb zu stehen, hätten die Gaskraftwerke am ehesten an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt.

Den größten Einfluss auf den Kohleverbrauch haben die Analysten in Spanien gemessen. Hier stieg die Verbrennung von Kohle zwischen Januar und Mai um 80 Prozent oder 5,8 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Großbritannien lag der Anstieg bei 26 Prozent oder 6,3 Millionen Tonnen.

In Deutschland sei der Verbrauch von Steinkohle um 1,1 Millionen Tonnen zurückgegangen, allerdings habe der Anstieg bei der Braunkohleverbrennung bei 4,4 Millionen gelegen.

Da die EU-Steinkohleproduktion nur um 1,7 Millionen Tonnen gestiegen sei, wurde der größte Teil des Mehrverbrauchs durch Importe gedeckt. In Spanien lagen sie bei 2,9 Millionen Tonnen und in Großbritannien bei 3,4 Millionen Tonnen.

Die Analysten gehen davon aus, dass der aktuelle Trend bei der Kohleverbrennung weiter anhält. Allerdings sollte sich das Verbrauchswachstum zum Jahresende hin abschwächen. Für 2012 erwarten sie einen Anstieg von 12,5 Millionen Tonnen bei Steinkohle und bei 8 Millionen Tonnen für Braunkohle. Sie schätzen außerdem, dass die europäischen Stromproduzenten im Jahr 2012 rund 43 Millionen Tonnen mehr an CO2 ausstoßen werden, nach einem schon gemessenen Anstieg von 25 Millionen Tonnen in den ersten vier Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

DJG/jum/emk/21.8.2012